#MONTAGSKINO
AB-CD001 (2018)

#1 Europa A.D. (04:18)

Von Moskau nach Rom
und weiter bis nach Lissabon.
Von Reykjavik nach Athen,
Willst du unsere Wiege sehen?

Von Dublin nach Prag
und mit dem Bus nach Sofia.
Von Helsinki nach Madrid -
nimm mich mit ...

Und fühlst Du Dich mal mies,
vergiß das Taxi nach Paris.
Zum Kongress ins schöne Wien
oder direkt nach Berlin.

Europa A.D.
Führerlos auf hoher See.
Ein Palast aus Pappmaché.
Es bleibt Heimweh.

Von Oslo nach Bern.
Im Vatikan hofft man noch auf den Stern.
Ankara hält dich fest -
bis zum Morgengrau nach Bukarest.

Mit dem Fahrrad nach Amsterdam.
Über Luxemburg zum Monaco Strand.
Nur nach Brüssel führt leider gar kein Weg,
solang es unbeirrt wie ein Denkmal steht.

Europa A.D.
Führerlos auf hoher See.
Ein Palast aus Pappmaché.
Wie ich es auch dreh‘ ...

Europa A.D.
Vernarrt in das Klischee.
Eine Barbie unterm Schnee.
Es bleibt Heimweh.

Unbefleckt als Prinzessin geboren,
durch eine göttliche List über‘s Meer verloren.
Von einem Stier verführt
und schließlich doch zur Königin gekürt.

Es ist nicht vorbei,
aber ein Puzzlespiel, alles muss neu.
Kluge Köpfe, offen und frei
und Muttis Segen ist egal - ein stummer Schrei.

Europa A.D.
Führerlos auf hoher See.
Ein Palast aus Pappmaché.
Wie ich es auch dreh ...

Europa A.D.
Vernarrt in das Klischee.
Eine Barbie unterm Schnee.
Es bleibt Heimweh.

Text & Musik: Arnd Küllmer & Christian Mörstedt
Mix: ALPHABLOCK & Jürgen Lusky
Mastering: Jürgen Lusky
Foto: Kerstin Runau

#2 Chapeau Madame (03:47)

Es war kein Date, es war Magie.
Nichts kam zu spät, das tut es nie.
Nur ein Lächeln brach das Eis, gab uns Energie.
Da war kein Plan, wir ließen los.
Und alles kam, es wurde groß.
Schon ab dem ersten Moment dachte ich eines bloß:

Bitte ändere dich nicht, lass die Maske vom Gesicht.
Wie du bist, so bist du gut - Chapeau, Madame!
Bleib genauso, wie du bist: wie du zuhörst, wie du küsst.
Und ich ziehe meinen Hut - Chapeau, Madame!

Du hast nichts gesucht, doch ich fand dich schnell – interessant.
In diesem Buch strahltest du hell – und alle an die Wand.
Deine Worte fanden meine und ich verstand.

Bitte ändere dich nicht, lass die Maske vom Gesicht.
Wie du bist, so bist du gut - Chapeau Madame!
Bleib genauso, wie du bist: wie du zuhörst, wie du küsst.
Und ich ziehe meinen Hut - Chapeau, Madame!

Mit deiner Art fühl ich mich frei. Einfach so ...
Das macht mir Mut, ich bleib‘ dabei: Madame, Chapeau!

Bitte ändere dich nicht, lass die Maske vom Gesicht.
Wie du bist, so bist du gut - Chapeau, Madame!
Bleib genauso, wie du bist: wie du zuhörst, wie du küsst.
Und ich ziehe meinen Hut - Chapeau, Madame!

Text & Musik: Arnd Küllmer
Mix: ALPHABLOCK & Jürgen Lusky
Mastering: Jürgen Lusky
Foto: Kerstin Runau

#3 Komm zurück (04:17)

Sieh dich doch an, kann deine Flügel kaum noch seh‘n.
Abgehackt, verbrannt. Wohin wolltest du gehen?
Deine Antwort kommt nur leise, deine Mimik ohne Gleise.
Keine Chance, dich zu versteh‘n.

Wolltest in Licht, ohne jeden falschen Plan.
Dein Ziel war Gleichgewicht: Robin Hood und Peter Pan.
Doch das Hier schafft Labyrinthe, werf‘ nicht sofort deine Flinte.
Du brauchst Kraft und weiten Blick.

Komm zurück – zurück zur Sonne.
Komm zurück – zurück zu dir.
Ich will unsere Nähe wieder, setz‘ mich zu Dir in den Flieger,
schnall mich an, lehn‘ mich zurück.

Es war doch alles okay. Die Zeit geht stur voran.
Keiner bleibt steh‘n. Man zieht sich viele Schuhe an.
Doch du schießt aus der Hüfte, aus der Kammer deiner Düfte.
Wenn die Liebe stirbt, gibt’s nur Verlierer!

Komm zurück – zurück zur Sonne ...

Ich war zu lange unterwegs, kreiste quer durchs All.
Die Gedanken unentwegt, wie ein Wasserfall.
Gibt‘s für uns denn kein Zurück? Mit etwas Mut, mit etwas Glück.

Komm zurück – zurück zu Sonne.
Komm zurück – zurück zu dir.
Mach dich wieder auf die Beine, lass mich hier nicht so alleine
mit dem Geschick im Genick.

Text & Musik: Arnd Küllmer
Mix: Tonformer
Mastering: Jürgen Lusky
Foto: Kerstin Runau

#4 Ohne Dich (03:20)

Ich hab es kommen seh‘n, hab sie gehen sehn.
Alle gingen den gleichen Weg.
Ich war ‘ne Zeit dabei, blieb dann einfach steh‘n.
Nahm mir die Freiheit abzudreh‘n.

Doch dann kamst Du und hörtest zu.
Nahmst meine Hand und sagtest: ja.
Hast mir gezeigt, was fehlt,
dass ohne Liebe sich nichts dreht.

Ich sag dir viel zu selten, dass ich dich vermiss‘,
dass du mich spiegelst, meine bessere Hälfte bist.
Ich wär‘ nicht der, der ich heut‘ bin, ohne dich.
Ich liebe dich.

Manchen Sturm gesehen, alle überlebt.
Unsere Narben passen gut zusammen.
Du trägst dein Kreuz mit Stolz. Tief im Unterholz,
nagen die Geister an deinem Stamm.

Ich leg‘ den Arm um Dich, geb‘ Dir Zuversicht.
Ja, ich weiß um Deine Wut.
Doch ich bin ja da:
Mädchen, es wird alles gut!

Ich sag dir viel zu selten, dass ich dich vermiss‘,
dass du mich spiegelst, meine bessere Hälfte bist.
Ich wär‘ nicht der, der ich heut‘ bin, ohne dich.
Ich liebe dich.

Text & Musik: Arnd Küllmer
Mix: Tonformer
Mastering: Jürgen Lusky
Foto: Kerstin Runau

#5 Das alte Spiel (03:41)

Wir jammern durch den Tag, wir sparen für den Sarg,
wir hoffen, dass wir nicht auffallen.
Die Augen am Gerät, die Fessel selbst gewählt –
staunen dann, wenn wir vor Mauern knallen.

Wir träumen nur vom Strand, heben artig unsere Hand,
glauben, das Glück kommt von außen.
Wir leben für das Ende, Freitag, Urlaub und die Rente,
malochen nur für uns’re Pausen.

Und jedes Mal das alte Spiel. Wir lernen nicht, wir folgen gern!

Höre auf‘s Gebot, liebe deine Not –
klage nicht, tut dir dann alles weh.
Bleib’ in der Reihe, bete und kasteie –
wage nicht, den Gott in dir zu sehen.

Und jedes Mal das alte Spiel. Wir lernen nicht, wir folgen gern.
Wir wissen nichts und glauben viel, vertrauen blind dem Stern.

Warte nicht auf Lob, das ist keine Daily Soap.
Die Blödmaschine hat lange genug getanzt.
Wir haben ihr vertraut, uns den Ausblick gut verbaut.
Mensch, mach die Displays aus, damit du sehen kannst!

Und jedes Mal das alte Spiel. Wir lernen nicht, wir folgen gern.
Wir wissen nichts und glauben viel, vertrauen blind dem Stern.

Text & Musik: Arnd Küllmer & Christian Mörstedt
Mix: ALPHABLOCK & Jürgen Lusky
Mastering: Jürgen Lusky
Foto: Kerstin Runau

#6 Rechts oder links (04:22)

Im Nebel kreisen die Gedanken.
Lichter kommen und nehmen sie fort.
Hier gibt’s kein Aber, keine Schranken.
Ein klarer Ort.
Noch schwarz die Nacht, noch weiß die Weste.
Noch spricht der Engel links im Ohr.
Und rechts Mephisto gibt sein Bestes
oder schreib ich seine Sätze vor?

In allem Für und Wider
nimmt das Chaos seine Lauf.
Besser, du lernst es früh:
es geht nicht immer gerade aus.

Rechts oder Links, raus oder rein?
Wo will ich hin, wer will ich sein?
Schwarz oder Weiß, Nacht oder Licht?
Freund oder Feind? Ich weiß es nicht.

Du hast Chancen, du kannst wählen.
Du kannst lenken, was geschieht.
Was man dir zeigt, ist stets die Wahrheit.
Du bist naiv.

Karges Brot und falsches Spiel -
du sollst nicht fragen, du sollst nehmen.
Bleibe ruhig, bleib zuhaus‘, bleib wie du bist
oder besser: bleib unbequem!

Rechts oder Links, raus oder rein ...

Pass auf! Denke nach, entscheide.
Schlaf nicht auf Samt und Seide.
Auf der großen Weide wird gemästet, nicht gelehrt.
Schau drauf! Such die Widersprüche, ihre Gedankenbrüche.
Aus der Eliten-Küche kommt keine Wahrheit mehr.

Rechts oder Links, raus oder rein ...

Text & Musik: Arnd Küllmer
Streicher-Arrangement: Albert Sadebeck
Mix: ALPHABLOCK & Jürgen Lusky
Mastering: Jürgen Lusky
Foto: Kerstin Runau